Bau – hart aber fair

Man sieht sie oft schon von weitem, Baukräne und Gerüste. Und wo Kräne,Staub und Gerüste sind, da sind Bauarbeiter auf dem Bau nicht fern.

Diese Jungs arbeiten wohl in einem der härtesten und gleichzeitig produktivsten Berufe, die es gibt. 8-10 Stunden im brütender Sommerhitze schwitzend Zentnerlasten zu bewegen und das alles schnell und im Akkord, ist wirklich echte Männerarbeit. Wohl auch ein Grund dafür, dass sich bis heute nur sehr wenige Frauen als echte Bauarbeiterinnen versuchen.

Die Bauarbeiter genießen in unsere Gesellschaft einen viel zu kleinen Status, ohne sie gäbe es keine Brücken, Wohnungen, Schulen, Fabriken und Krankenhäuser. Dennoch verdient ein Bauarbeiter trotz seiner äußerst anstrengenden Tätigkeit nicht wirklich viel und muss sich mit einem eher niedrigen Nettolohn begnügen. Bedenklich ist auch, dass kaum ein Bauarbeiter bis ins Rentenalter voll arbeiten kann. Viele haben schon mit 30-40Jahren Bandscheibenvorfälle, ,künstliche Hüft- und Kniegelenke, Schwächeanfälle oder ein Burn-Out Syndrom. Denn Bauen ist und bleibt in erster Linie Handarbeit und schwere Stahlplatten schleppen, schlägt sich nach Jahren auch auf die Gesundheit durch.

Trotz all dieser eher negativen Aspekte herrscht auf dem Bau ein hartes, aber herzliches Klima. Die derben Witze, die Kameradschaft und die stets gut gepackten Lunchpakete mit mehreren Doppelstullen sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Junge Auszubildende werden sofort integriert und als gleichwertige Kollegen angesehen. Wo hat man das sonst, wenn nicht auf dem Bau?

Insgesamt gebührt den starken Männern mehr Anerkennung und auch mal ein freundlicher Gruß, denn von ihrer gut gemachten Arbeit haben wir als Gesellschaft jahrelang was.

August 12th, 2009 by tobias | Filed under Allgemein
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